Stillstand ist für Versicherungsunternehmen immer ein Rückschritt. Sie müssen sich auf neue Herausforderungen einstellen, Zielgruppen sondieren und den Vertrieb so ausbauen, dass er möglichst flächendeckend potenzielle Kunden erreicht. Diesen Aufgaben hat sich jetzt auch die Heidelberger Leben, eine Tochter der Llyods Banking Group, gewidmet. Das Unternehmen gestaltete Marke und Strategie vollkommen neu. Ziele sind unter anderem, mit der Berufsunfähigkeitsversicherung zu punkten und vermehrt Kunden im Alter von 20 bis 45 Jahren anzusprechen.
Standen bislang junge Akademiker im Fokus der Heidelberger Leben, sollen zukünftig auch junge Familien und Berufseinsteiger, „die früh die Möglichkeiten einer sehr guten Altersvorsorge nutzen und sich und ihre Angehörigen rundum absichern wollen“, von den Produkten überzeugt werden. Der Schwerpunkt wird zwar weiterhin auf fondsgebundene Policen liegen, die mit 70- bis 90-prozentigen Höchststandgarantien auch sicherheitsorientierten Kunden gerecht werden. Zusätzlich sollen Berufsunfähigkeitsversicherung und Risikolebensversicherungen für einen höheren Marktanteil sorgen.
Damit die Angebote bekannter werden, plant das Unternehmen, die Zusammenarbeit mit Maklern deutlich auszubauen. Von den 40.000 in der Bundesrepublik registrierten Maklern bieten erst zehn Prozent Lebens und Berufsunfähigkeitsversicherungen der Heidelberger Leben an. Angestrebt wird ein Wert von 70 Prozent, um unabhängiger von den großen Vertrieben zu werden. Aufmerksamkeit erregen möchte man unter anderem mit einer großen Roadshow, die in 23 Städten Station macht. Darüber hinaus wird ein Outbound-Team als Brücke zwischen Partnern und Versicherung fungieren, um so die Vertriebsbasis zu verdoppeln und den Marktanteil von 0,6 auf 2,0 Prozent zu steigern.
